Ansprechpartner: Prof Dr. M. Fatar, PD Dr. A. Alonso, Dr. S. Grudzenski

Allgemein

Die Arbeitsgruppe betreibt Grundlagenforschung mit Schwerpunkt auf zerebrovaskulären Tiermodellen, neurogenetischen Untersuchungen und Stammzellforschung. Es bestehen Kooperationen mit auswärtigen Partnern.

Im Rahmen unserer experimentellen Forschungsarbeiten zur Verbesserung der Akuttherapie beim Schlaganfall verwenden wir neben histologischen Analyseverfahren auch das Verfahren der Magnetresonanztomographie (MRT) um die Pathologien des Schlaganfalls in vivo darzustellen. Hierbei kommt ein 9,4 Tesla Hochfeld-MRT zur Anwendung, welches speziell auf Kleintiere ausgerichtet ist.

Zerebrovaskuläre Erkrankungen wie Schlaganfall, intrazerebrale Blutungen oder vaskuläre Demenz sind eine wichtige und häufige Ursache für Morbidität und Mortalität in den heutigen Industrienationen. Nachdem die rtPa-Lysetherapie in den ersten Stunden nach akuten Gefäßverschlüssen im Gehirn seit einigen Jahren möglich ist, liegt ein Schwerpunkt der aktuellen Forschung daher in der Förderung von Regeneration und Wiederaufbau geschädigten Gewebes.

Bislang konnte man vor allem mithilfe histologischer Techniken unter dem Mikroskop das Schicksal und die Lokalisation von Stammzellen untersuchen. Durch die kontinuierliche Verbesserung bildgebender Verfahren wie dem MRT unter Vewendung von Hochfeld-Spulen ist eine erstaunliche optische Auflösung von Hirnstrukturen erreicht worden. Dies erlaubt mittlerweile auch eine Darstellung von Zellpopulationen in vivo, d.h. im lebenden Organismus.

Matrix Metalloproteinasen (MMPs) gehören zu der Familie der Zink-Endopeptidasen und sind unter anderem an der Spaltung nahezu aller Komponenten der extrazellulären Matrix (EZM) beteiligt. Bei akuten Schlaganfällen sind sie sowohl an dem unmittelbar folgendem Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke in wesentlichem Maße beteiligt, als auch bei den sich anschließenden regenerativen Vorgängen wie Angiogenese, Synaptogenese etc.

Die beiden häufigsten Ursachen von Demenz sind vaskuläre Erkrankungen des Gehirns (z.B. Schlaganfall) und Morbus Alzheimer. Zunehmend wird erkannt, dass diese Veränderungen nicht unabhängig voneinander, sondern parallel stattfinden. Ein aktueller Forschungsschwerpunkt ist die mit vaskulärer Demenz und M. Alzheimer oftmals assoziierte Zerebrale Amyloidangiopathie (CAA), eine Erkrankung des Gefäßsystems.